Umbau Direktorenvilla der Alten Chemie zur "School of Education"

2018, Tübingen

Beschreibung

Die 1904 errichtete Villa ist der letzte Baustein eines im Jugendstil errichteten Gesamtensembles der Alten Chemie. Der ehemalige Institutsbau war über eine Gebäudebrücke mit dem Wohnsitz des Institutsdirektors verbunden und wurde 1972 abgerissen. Seither wurde das Gebäude als Laborbau genutzt.

Das Projekt ist die denkmalgerechte Sanierung und der Umbau für die "School of Education" der Universität Tübingen. Für die öffentliche Einrichtung ist ein barrierefreier Zugang hergestellt und der Brandschutz ertüchtigt. Die Laboreinrichtungen sind rückgebaut. Die historischen Bauteiloberflächen sind, sofern noch vorhanden, wieder freigelegt und Fehlstellen neu interpretiert ergänzt.
Die ehemaligen Wohnräume fungieren jetzt als Büro- und Besprechungs- und Sozialräume. Die erforderlichen Versorgungsinstallationen sind behutsam integriert. Materialisierung und Farbkonzept stellen bewusst einen athmosphärischen Bezug zu der historischen Wohnnutzung her.
Das Dielentreppenhaus ist restauriert und mit einer Holz- Glaswand zu einem notwendigen Treppenraum baurechtlich uminterpretiert. Die verglasten Felder erhalten räumlich den Dielenzusammenhang.

Ein Anbau zitiert baulich den historischen Brückenübergang zum Institutsbau und beherbergt den neuen Zugang mit Aufzug. Das weite Vordach verzahnt das geschlossene Gebäude mit dem öffentlichen Vorplatz. Die enge Profilierung aus Sichtbeton und die differenziert strukturierten Putzoberflächen interpretieren die angrenzenden Bauteiloberflächen modern.

Bauherr

Vermögen und Bau Land Baden Württemberg, Amt Tübingen

Standort

Wilhelmstraße 31, Tübingen

Nettogeschoßfläche

1.023 qm

Bruttorauminhalt

4.500m³

Leistung

Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung

Fertigstellung

2018

Fotograf

Dietmar Strauß, Besigheim

Veröffentlichung

Sonderseite Schwäbisches Tagblatt 06/18
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