Amts- Nachlass- und Betreuungsgericht

2018, Tübingen

Beschreibung

Im Rahmen der Notariatsreform soll das Gebäude Schellingstrasse 9 - 11 in Tübingen durch das Amtsgericht Tübingen, das Nachlass- und Betreuungsgericht und die Abtei-lung Zwangsvollstreckung neu bezogen werden. Weiterhin sollen in den Räumlichkei-ten auch interne Ausbildungsveranstaltungen für Mitarbeiter durchgeführt werden.

Das Gebäude wurde 1907 als Kammergebäude der Garnisonsverwaltung vom Militär-amt errichtet. Im Obergeschoss waren die Lagerräume und im Erdgeschoß eine Fahr-zeughalle. Das Gebäude steht unter Denkmalschutz.Der Großteil der Baumaßnahme findet im Erdgeschoss statt. Hier entstehen die öffentlichen Bereiche mit Sitzungs-sälen, deren notwendigen Nebenräume sowie die Ausbildungsräume. Die vorhande-nen Büroräume in den Obergeschossen werden als interne Verwaltungsräume genutzt.

Die Neubelegung für das Amtsgericht erfordert neben Umbaumaßnahmen und Sanierungsmaßnahmen der Gebäudeversorgungstechnik auch die Brandschutz-ertüchtigung. Die statische Ertüchtigung durch Ausbau des Tragwerks vom Erd-geschoss bis zum 1. Obergeschoss ist zwingend erforderlich und ist mit umfang-reichen Abfangmaßnahmen während der Bauzeit verbunden. Das Gebäude wird in Zukunft barrierefrei erschlossen. Es wird ein Aufzug angeordnet, der alle Geschosse anbindet. Die Decke über dem EG muss mit ihrem Tragwerk erneuert werden. Die Anmutung der ursprünglichen Fahrzeughalle wird neu als Stahlsichtkonstruktion interpretiert. Einbauten als Holz-Glas-Elemente aus Eiche eingefügt. Die erdgeschossigen Garagentore werden für die Gerichtsnutzung ausgebaut und als bildhafte bewegte Öffnungen in Festverglasung uminterpretiert.

Im Herbst 2018 ist Baubeginn.

Bauherr

Vermögen und Bau Baden-Württemberg, Amt Tübingen

Standort

Schellingstr. 9-11, Tübingen

Leistung

Entwurf, Planung, Ausschreibung, Bauleitung

Fertigstellung

2022

Gebäudedaten:

BGF: 2.212 m²
BRI: 8.260 m³